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Das Support-Ende von Windows 10 führt dazu, dass viel funktionsfähige Hardware durch Neue ersetzt wird, obwohl sie durchaus weiter genutzt werden könnte. Hier wollen wir helfen gemäß unserem Motto "Reparieren statt wegwerfen".
Viele weitere Informationen zum Thema finden Sie hier (auf der Seite "Endof10.org").
In Zusammenarbeit mit der VHS Beilngries gibt es ein Kursangebot "Mit Linux dem PC neues Leben schenken".
Dieser Kurs liefert das nötige Hintergrundwissen für eine Entscheidung zum Wechsel auf Linux beziehungsweise Lust auf "das probiere ich mal aus". Man kann das tatsächlich am eigenen Rechner ausprobieren, ohne an diesem etwas zu verändern, wenn man einen dafür vorbereiteten "USB Boot-Stick" verwendet. Auch das erfährt man im Kurs.
Für den Fall, dass Sie sich selber nicht trauen und einen Profi zu Rate ziehen wollen:
Wir empfehlen den Computer-Service von Peter Weißfeld, der dankenswerter
Weise die VHS-Schulung übernommen hat.
Im Anschluss wird die "Reparatur-Initiative" (in Zusammenarbeit mit der VHS) eigene Termine anbieten, in denen wir gemeinsam auf Ihrer mitgebrachten Hardware ein Linux (konkret Linux Mint 22.2 in
der Cinnamon Edition) installieren. Diese Version haben wir gewählt, weil sie ein ähnliches "Look and Feel" wie Windows und eine gute Performanz bietet.
Diese Termine finden statt im "Bürgertreff Beilngries" und stehen dort im
Kalender als "Offene Werkstatt Linux".
Eine Übersicht, was Sie im Vorfeld tun können und sollen, damit die Umstellung ein Erfolg wird, finden Sie im nachfolgenden Abschnitt "Rahmenbedingungen und Voraussetzungen".
Wir sind in Kontakt mit unseren Nachbarn vom Repaircafé Hilpoltstein - auf deren Website finden sich viele wertvolle Hinweise und Tipps. Bitte schauen Sie sich das an, dann brauchen wir hier nicht so viel schreiben :-)
In der „Offenen Werkstatt Linux“ unterstützen wir bei Installation und Betrieb eines Linux-Systems auf dem mitgebrachten Rechner des Besuchers / der Besucherin.
Wir gehen davon aus, dass
Einen USB-Stick zum Booten können Sie sich selber erstellen, Anleitungen gibt es im Internet genügend.
Das ist keine Voraussetzung für die Teilnahme bei der "Offenen Werkstatt Linux". Aber wenn Sie neugierig sind ...
Laden Sie das Betriebssystem Ihrer Wahl aus dem Internet herunter. Wir empfehlen Linux Mint in der Cinnamon Edition.
Sie benötigen eine ISO Datei - z.B. von hier.
Schreiben Sie das Betriebssystem auf einen USB-Stick (8GB empfohlen). Dazu verwenden Sie ein Tool wie Rufus oder Balena Etcher.
Diese müssen Sie vermutlich ebenfalls erst herunterladen und installieren.
Eine Anleitung für das Erstellen eines bootfähigen USB-Stick mit dem von Ihnen gewählten Tool finden Sie im Internet.
Es wäre - grundsätzlich immer - eine gute Idee, eine Datensicherung ihres Systems bzw. Ihrer Daten zu haben.
Starten Sie Ihren Computer von dem erstellen USB-Stick. Das Problem liegt häufig darin, die richtige Tastenkombination zu verwenden. Auch hierbei hilft das Internet: geben Sie die Bezeichnung Ihres Computers zusammen mit "Bootmanager" als Suchbegriff ein. Die meisten Rechner finden sich hier.
Sie können das von Ihnen gewählte Betriebssystem vom Stick starten ("booten") und ausprobieren, dadurch wird nichts an Ihrem Computer verändert.
Erst wenn Sie "Installieren" auswählen/aktivieren, dann geht die Installation los und ihr bisheriges System wird u.U. überschrieben.
Viel Erfolg! Niemals ohne Datensicherung! Keine Datensicherung - kein Mitleid (alter Admin-Spruch).
Die einfachste und schnellste Installation ist eine Neu-Installation.
Und am Besten kauft man dafür eine neue Festplatte (z.B. eine SSD, welche die bisherige Platte ersetzen kann, also Anschluss-Kompatibel ist). Was kompatibel ist, kann man ergoogeln, mit Angabe des eigenen Rechnertyps plus "Festplattentausch".
Die originale Systemplatte baut man aus und die neue, leere Platte ein, ein einfacher Austausch.
Dann installiert man auf die neue, leere Platte das neue System.
Die alte Platte hat man als "Backup" - wenn das neue System nicht gefällt, baut man einfach die alte Platte wieder ein und alles ist wie vorher.
Mit einem preiswerten Adapter kann man dann die alte Platte per USB an das neue System anschließen und Daten übernehmen.
Eine zusätzliche Datensicherung ist immer angeraten!
Ein Dual-Boot System fragt beim Start, welches der beiden installierten Systeme jetzt gestartet werden soll.
Dual-Boot birgt das Risiko, dass Sie sich dann aus Bequemlichkeit immer für das alte, bekannte, gewohnte System entscheiden. Dann können Sie sich den ganzen Aufwand gleich sparen, deshalb empfehlen wir das eher nicht.
Dual-Boot hat den Vorteil, dass die alten Windows-Daten von Linux aus zugreifbar sind (nicht umgekehrt).
Aber auf dem Windows-System müssen Sie vorher ausreichend Platz für das neue, zweite System schaffen, ggfs. Daten löschen.
Wenn Sie genügend freien Platz in Ihrem System geschaffen haben, dann reduzieren (verkleinern) Sie die Windows-"Partition", so dass freier Platz entsteht. Das geht über die Systemsteuerung / Datenträgerverwaltung. Wir empfehlen als Minimum 50GB, besser 100GB.
Dieser freie Platz wird dann bei der Linux-Installation erkannt und vorgeschlagen, diesen zu nutzen. So haben Sie dann zwei Systeme parallel installiert.
Das alles funktioniert so nicht, wenn im Windows System ein Bitlocker aktiviert ist! Dann wird es aufwändiger/komplizierter.
Unbedingt vorher eine Datensicherung erstellen!
Niemals ohne Datensicherung!
Keine Datensicherung - kein Mitleid (alter Admin-Spruch).